Was ist eine CMDB — und wie baut man sie auf, ohne daran zu scheitern?
CMDB steht für Configuration Management Database — eine Datenbank, die alle Bestandteile Ihrer IT und vor allem deren Beziehungen zueinander abbildet. Das klingt nach einer besseren Inventarliste. Ist es aber nicht — und genau dieses Missverständnis ist der Grund, warum so viele CMDB-Projekte im Sand verlaufen.
Der Unterschied, auf den es ankommt: Einträge vs. Beziehungen
Eine Inventarliste beantwortet die Frage „Was haben wir?": 240 Server, 800 Clients, 35 Switches. Das kann auch Excel.
Eine CMDB beantwortet die Frage „Was hängt woran?": Der Webshop läuft auf diesen zwei Servern, die hängen an diesem Switch in diesem Rack, die Datenbank dahinter gehört zu diesem Wartungsvertrag, und verantwortlich ist diese Kollegin. Jeder Eintrag — im Fachjargon Configuration Item (CI) — ist mit anderen verknüpft.
Erst diese Beziehungen machen die Datenbank wertvoll, denn sie beantworten die Fragen, die im Alltag wirklich auftauchen:
- Auswirkungsanalyse: Wenn dieser Switch ausfällt — welche Dienste und welche Abteilungen trifft es?
- Ursachensuche: Die Anwendung ist langsam — auf welcher Hardware läuft sie eigentlich, und was wurde dort zuletzt geändert?
- Nachweise: Audit, Revision, Zertifizierung — welche Systeme gehören zu diesem Geschäftsprozess, und wer ist verantwortlich?
Wie Sie eine CMDB aufbauen — in vier Schritten
Woran CMDB-Projekte scheitern
Der Vollständigkeits-Anspruch
„Erst erfassen wir alles, dann arbeiten wir damit" — dieses Projekt endet in Monat drei. Eine CMDB, die zu 70 % gepflegt ist und täglich genutzt wird, schlägt jede zu 100 % geplante, die nie fertig wird.
Keine Verantwortlichkeiten
Wenn niemand für die Pflege zuständig ist, veraltet die CMDB ab Tag eins — und eine Dokumentation, der man nicht traut, benutzt niemand. Jeder CI-Typ braucht einen Verantwortlichen, jede Änderung einen Weg in die Datenbank.
Struktur von der Stange
Fremde Kategorienbäume und Muster-Strukturen passen so selten wie fertige Dokumentations-Vorlagen: Ihre CMDB muss Ihre IT und Ihre Fragen abbilden — nicht die eines Vorlagen-Autors.
Häufige Fragen zur CMDB
Was ist der Unterschied zwischen CMDB und Asset Management?
Asset Management verwaltet den Bestand und seinen Wert: Anschaffung, Kosten, Lebenszyklus, Abschreibung. Eine CMDB bildet Konfiguration und Zusammenhänge ab: was womit verbunden ist und welche Auswirkungen Änderungen haben. In der Praxis überschneiden sich beide — gute Werkzeuge decken beides in einer Datenbasis ab.
Welche Software eignet sich für eine CMDB?
Für den Mittelstand hat sich i-doit etabliert: eine CMDB, die Beziehungen, Standorte, Verträge und Netzwerk-Dokumentation in einem System abbildet und sich per Discovery automatisch befüllen lässt. Welche Software passt, hängt aber von Ihren Anwendungsfällen ab — die sollten Sie vor der Tool-Wahl klären.
Wie lange dauert der Aufbau einer CMDB?
Ein nutzbarer Kern (kritische Systeme, Verantwortliche, wichtigste Beziehungen) ist mit Discovery-Unterstützung eher eine Sache von Wochen als von Jahren. Entscheidend ist nicht die Erfassungsdauer, sondern dass die Pflege von Anfang an geregelt ist — sonst beginnt nach dem Projekt der Verfall.
Wie lernt unser Team, damit zu arbeiten?
Am besten am eigenen System statt an Folien: In den kostenlosen i-doit-Trainings zeige ich Schritt für Schritt, wie aus vorhandenem Wissen eine gepflegte CMDB wird.
Sie haben schon eine CMDB — aber niemand weiß, wie gut sie wirklich dasteht?
Der i-doit Health-Check misst es und liefert den Prüfbericht dazu: zwei Termine, Prüfbericht und sechs Monate Data-Quality-Lizenz für 1.500 € Festpreis.