Ratgeber → IT-Dokumentation

Was ist eine CMDB — und wie baut man sie auf, ohne daran zu scheitern?

CMDB steht für Configuration Management Database — eine Datenbank, die alle Bestandteile Ihrer IT und vor allem deren Beziehungen zueinander abbildet. Das klingt nach einer besseren Inventarliste. Ist es aber nicht — und genau dieses Missverständnis ist der Grund, warum so viele CMDB-Projekte im Sand verlaufen.

Der Unterschied, auf den es ankommt: Einträge vs. Beziehungen

Eine Inventarliste beantwortet die Frage „Was haben wir?": 240 Server, 800 Clients, 35 Switches. Das kann auch Excel.

Eine CMDB beantwortet die Frage „Was hängt woran?": Der Webshop läuft auf diesen zwei Servern, die hängen an diesem Switch in diesem Rack, die Datenbank dahinter gehört zu diesem Wartungsvertrag, und verantwortlich ist diese Kollegin. Jeder Eintrag — im Fachjargon Configuration Item (CI) — ist mit anderen verknüpft.

Erst diese Beziehungen machen die Datenbank wertvoll, denn sie beantworten die Fragen, die im Alltag wirklich auftauchen:

Wie Sie eine CMDB aufbauen — in vier Schritten

01
Zweck vor Struktur. Wofür soll die CMDB Antworten liefern — Störungsanalyse, Audit-Nachweise, Lizenzüberblick? Aus den drei wichtigsten Anwendungsfällen ergibt sich, welche CI-Typen und Beziehungen Sie zuerst brauchen. Wer stattdessen „alles" erfassen will, erfasst am Ende nichts Gepflegtes.
02
Mit dem Kern anfangen. Kritische Systeme, ihre Standorte, Verantwortlichen und die wichtigsten Beziehungen — das ist ein pflegbarer erster Ausbau. Tiefe (Patchfelder, einzelne Kabel, Software-Versionen) kommt dort dazu, wo der Zweck es verlangt.
03
Erfassung automatisieren, wo es geht. Discovery-Werkzeuge wie JDisc Discovery inventarisieren Ihr Netzwerk agentenlos und liefern Hardware, Software und Netzdaten automatisch in die CMDB. Was Discovery nicht sieht — Verantwortliche, Verträge, Prozess-Zuordnungen — bleibt Handarbeit mit klaren Zuständigkeiten.
04
Pflege messbar machen. Eine CMDB ist nie „fertig" — sie ist ein Prozess. Definieren Sie, welche Daten aktuell sein müssen, wer sie pflegt, und messen Sie die Datenqualität, statt sie zu vermuten. In i-doit übernimmt das zum Beispiel das Data Quality Add-on.

Woran CMDB-Projekte scheitern

Der Vollständigkeits-Anspruch

„Erst erfassen wir alles, dann arbeiten wir damit" — dieses Projekt endet in Monat drei. Eine CMDB, die zu 70 % gepflegt ist und täglich genutzt wird, schlägt jede zu 100 % geplante, die nie fertig wird.

Keine Verantwortlichkeiten

Wenn niemand für die Pflege zuständig ist, veraltet die CMDB ab Tag eins — und eine Dokumentation, der man nicht traut, benutzt niemand. Jeder CI-Typ braucht einen Verantwortlichen, jede Änderung einen Weg in die Datenbank.

Struktur von der Stange

Fremde Kategorienbäume und Muster-Strukturen passen so selten wie fertige Dokumentations-Vorlagen: Ihre CMDB muss Ihre IT und Ihre Fragen abbilden — nicht die eines Vorlagen-Autors.

Häufige Fragen zur CMDB

Was ist der Unterschied zwischen CMDB und Asset Management?

Asset Management verwaltet den Bestand und seinen Wert: Anschaffung, Kosten, Lebenszyklus, Abschreibung. Eine CMDB bildet Konfiguration und Zusammenhänge ab: was womit verbunden ist und welche Auswirkungen Änderungen haben. In der Praxis überschneiden sich beide — gute Werkzeuge decken beides in einer Datenbasis ab.

Welche Software eignet sich für eine CMDB?

Für den Mittelstand hat sich i-doit etabliert: eine CMDB, die Beziehungen, Standorte, Verträge und Netzwerk-Dokumentation in einem System abbildet und sich per Discovery automatisch befüllen lässt. Welche Software passt, hängt aber von Ihren Anwendungsfällen ab — die sollten Sie vor der Tool-Wahl klären.

Wie lange dauert der Aufbau einer CMDB?

Ein nutzbarer Kern (kritische Systeme, Verantwortliche, wichtigste Beziehungen) ist mit Discovery-Unterstützung eher eine Sache von Wochen als von Jahren. Entscheidend ist nicht die Erfassungsdauer, sondern dass die Pflege von Anfang an geregelt ist — sonst beginnt nach dem Projekt der Verfall.

Wie lernt unser Team, damit zu arbeiten?

Am besten am eigenen System statt an Folien: In den kostenlosen i-doit-Trainings zeige ich Schritt für Schritt, wie aus vorhandenem Wissen eine gepflegte CMDB wird.

Festpreis

Sie haben schon eine CMDB — aber niemand weiß, wie gut sie wirklich dasteht?

Der i-doit Health-Check misst es und liefert den Prüfbericht dazu: zwei Termine, Prüfbericht und sechs Monate Data-Quality-Lizenz für 1.500 € Festpreis.

Health-Check ansehen